Der Donnerstag

Übrigens, ich mag meinen neuen Stundenplan. Ich habe zwar nicht viel von freien ersten Stunden (da gehe ich gerne früher in die Schule, um schon einmal dort zu sein.), aber ich mag meinen Stundenplan.
Zwei Mal bis zur zwölften Stunde, aber ein freier Nachmittag am Donnerstag, was ich schon seit drei Jahren nicht mehr hatte.
Der freie Donnerstag war das Einzige, was ich mir gewünscht hätte, wenn wir uns etwas wünschen hätten dürfen. (Zum Glück dürfen wir uns nie etwas wünschen. Das mit den Wünschen ufert immer so aus.)
So. Und dann kommen die anderen Leute und machen mir die Freude üder den Donnerstag kaputt.
Dass ich am Donnerstag frei bin, das brauchen sie gar nicht. Der Dienstag, der war viel, viel besser.
Sie grummeln sogar. Sie grummeln, weil ich den Donnerstagnachmittag arbeiten will und kann, und am Dienstag keine Zeit habe.
Spielverderber.
Ich hänge schließlich an meinem Donnerstag. (Der im übrigen halb so viele Stunden wie letztes Jahr für mich bedeutet.)
Und an meinem Stundenplan, auf den scheinbar alle neidisch sind.
Wegen dem Donnerstag.

Schokolade (oder – Geistesblitz – "Schulkolade".. Nein, nicht gut.)

Life School is like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get.“

Sie haben uns ja gar nichts gesagt. Sie hätten uns auch etwas sagen können. Auf dem Zettel stand „8 bis 9“, und die Bücher hätten wir am Mittwoch bekommen sollen. Sie hätten es ja versuchen können. es ist ja nicht so, als ob ich nicht gestern abend extra noch auf der Schulhomepage geschaut hätte, ob sich daran wirklich nicht geändert hatte. auf der Schulhomepage stand aber leider gar nichts. (Und dazu wäre eine Schulhomepage dann doch wieder praktisch.) Wir wussten es also tatsächlich nicht. Ich ging heute morgen mit einem Block und einem Stift aus dem Haus. Den Hausschlüssel lehte ich ab, weil ja sowieso bis zehn jemand im Haus sein sollte. Deshalb nahm ich auch nur ein keines Semmelchen mit (das ich letztendlich einer Freundin, die Hunger und einen weiten Heimweg hatte.) und kein Geld.

Wir konnten ja nicht wissen, das man uns gleich erzählt, dass die Lehrer das jetzt geändert hätten – wir sollten bis zur vierten Stunde bleiben und gleich auch die Bücher bekommen. Blöde Sache, große Taschen hatte nämlich auch fast niemand. Es wurden Plastiktüten verschenkt. Aber so einen Plastiktüte schützt auch nur vor Regen und erleichtert keine Schlepperei. Die Griffe reißen sowieso sehr schnell.
Derweil hätte ich eine wunderbare, perfekt geschnittene Stofftasche aus London gehabt, die hier neben mir liegt, weil ich sie mir für den Tag der Bücherausgabe bereitgelegt hatte. Harharhar.

Theoretisch könnte man als Schüler in solchen Fällen eine Mail bekommen. Oder so.

Stundenplan. Wurde nicht alphabetisch und nicht nach Klassen sortiert ausgeteilt, sondern irgendwie. „Irgendwie“ bedeutete in diesem Fall: Die Schüler aller Klassen außer der ex-11d durchgemischt, und dann die ex-11d alphabetisch. Crap, wir haben den falschen Kollegstufenbetreuer. Tatsächlich soll es so sein, dass die anderen vier Klassen den Betreuer nämlich schon im Unterricht hatten. Wir sind also die, die nicht namentlich gekannt werden. Und die zu ihrem Kollegstufenbetreuer keinen Bezug haben. Noch nicht, zumindest. (Wobei, ich habe ihn nicht im Unterricht. Da wird das mit dem „Bezug“ noch schwieriger. Oder mit der Einschätzung. Da bin ich völlig planlos.)
Und es ist Schimmel im Kühlschrank unserer zukünftigen Freistundenresidenz.

Keine Bohnen

Vielleicht sollte ich meine Uhr umstellen? Meine Uhr geht immer noch eine Stunde nach. Das ist noch so von Schottland. Und ich weigere mich ein bisschen, wie immer, das gute Teil wieder umzustellen, weil das ja schließlich wieder voll und ganz den Alltag bedeuten würde. Der Alltag ist aber blöd, und die Stundenzeiger auch nicht so wichtig, also stelle ich meine Uhr immer erst sehr spät zurück. Und sehr spontan, wenn mir danach ist. Leider ist mir jetzt nicht danach.
Ich bin jetzt wohl offiziell in der Kollegstufe und außerdem im übrigen gerade schlecht drauf. Es fing alles mit den Bohnen an. Die verdammten Bohnen. Ich habe keine baked beans in England bekommen. Die einen hatten nur ihr continental breakfast, die anderen hatten vielleicht noch Rührei oder speck, im besten Fall. Pah, dachte ich mir da, habe mir Orangenmarmelade (wenigstens ein bisschen englisch) auf mein Croissant geklatscht und war beleidigt.
Eine Woche später bekam ich in Paris eine Crêpe zu Essen. Mit Orangenmarmelade. Ich sollte der Schwester etwas mit Apfelmus bestellen. Apfelmus hatte der Herr nicht mehr. Er habe aber Marmelade, Erdbeere, sagte er. Oh, doch nicht, nur Orange, ob das wohl auch ginge? Schwester sagte brav „oui, oui“ und stellte nach einem Bissen fest, dass sie den Verzehr keinesfalls fortsetzen konnte. „Das ist nicht die beste Orangenmarmelade der Welt!“, lautete die Begründung. An sich, sagte sie, möge sie ja keine Orangenmarmelade, aber wenn die so gewesen wäre wie die Beste der Welt, hätte sie es vielleicht gegessen. Also bekam ich das Ding in die Hand gedrückt. Ich habe ja schließlich kein Problem mit Orangenmarmelade. (Mich störte eher, dass ich davor schon gegessen hatte)

Spätfolge davon war, dass ich gestern so beleidigt war, dass ich Chips, Limonade und eine French & Saunders DVD brauchte und nun, da ich deshalb nicht ordentlich meine Schulsachen zusammen gesucht habe, mein Federmäppchen verschmissen. Jetzt finde ich es nicht mehr. Obwohl ich weiß, dass ich es irgendwo hingelegt habe.

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Tube Strike aus nächster Nähe

Neulich in London. Sehr nett am Abend vor der Victoria Tube Station zu stehen, wenn sie ihre Gitterchen zuschieben. Und die Durchsagenstimme erzählt, dass das jetzt die nächsten 72 Stunden erst einmal so bleiben wird.

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(Man sieht’s nicht, aber links steht hauptsächlich „Suspended“, bei der Piccadilly line „Part Suspended“.)

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Mehr später. Ich bin ja schon wieder nicht da.

Bin dann einmal weg

Ab gleich bis eine Woche später bin ich im Ausland. Bis dann.
Schönen Gruß an den Rest der Welt.

PS: Keinen Gruß an die Firma A., deren mp3-Player sich schon wieder nicht über Nacht aufgeladen hat, obwohl er am Abend, angeschlossen an die Steckdose, in seinen Worten versprach, das zu tun.
Die Frima C. hingegen hat zwei Akkus in drei Stunden aufgeladen. Ich mag die Firma C.

Lungoland Promotiontour

Irgendwann in der Nacht auf der A10, Tauernautobahn. Das ist die Gebührenpflichtige von Salzburg nach Villach, durch den Tauern- und Katschbergtunnel. Zwischen den Tunnels wird abkassiert. Da sind sechs, sieben Schalter nebeneinander. Und ein Haufen Autos. Rechts davon ist eine kleine Ausfahrt, fast unbeleuchtet, die man sowieso übersieht, wenn man nicht darauf achtet. Die ist für die Leute, die gerne die Autogahn zwischen Tauern und Katschberg verlassen würden. Wie man an der Abfahrt sehen kann, sind es nicht besonders viele, die gerne Richtung Sankt Michael im Lungau möchten.
Verglichen mit den anderen vier Gauen des Salzburger Landes, Pongau, Pinzgau, Tennengau und Flachgau, ist der Lungau der mit den wenigsten Einwohnern und überhaupt der unbekannteste. Der Lungau ist wegen seiner Abgeschlossenheit hier und da etwas hinten nach, vorallem was Arbeitsplätze betrifft. Der Großteil der Bevölkerung arbeitet „auswächts„, also außerhalb der Lungaus. Dafür hat der Lungau Lungautypisches.. angefangen beim Dialekt, dem Lungauerischen, bis hin zu Speisen oder Bräuchen.
Whatever. Ich habe eine Stall voll Verwandtschaft dort. Väterlicherseits. In einem mehrtägigen Projekt wurde ein Teil mütterliche Verwandtschaft im Rentenalter mit in den Lungau genommen. Es war schönes Wetter, ein Glücksfall, denn dass es sich bei Pfåch (Mariapfarr, für die Laien ;-) ) um den sonnenreichten Ort Österreich handeln soll, glaubt sowieso keiner, der da schon einmal war. Man hat im Sommer auch schön viel Platz im Lungau, da die ganzen Touristen bestenfalls im Winter auf der Matte stehen. (im Sommer fährt man schließlich nach Kärnten, da ist es viel hipper. Und es gibt mehr eingezäunte Streichelziegen für den Nachwuchs.) Sieht man im sommer irgendwo ein deutsches Auto, hat es sich wahrscheinlich verfahren. Es hat schlau sein wollen udn den Stau vor dem Tauerntunnel versucht zu umgehen, in dem es über Obertauern (Mehr Maschinen als Menschen im Sommer, mehr Schifahrer als Schiliftplätze im Winter.) fuhr und danach verschlafen hat, Richtung Villach abzubiegen. Und dann verzweifelt versucht, irgendwo umzudrehen. Das machen die Autos reihenweise. Wenn man sich gerade mit Lungautourismusabsicht fortbewegt, ist das äußerst störend. Trotzdem kommt man irgendwie voran mit der Promotiontour.
Day 1: Individueller Ausflug auf die Alm
Bis der Besuch eintraf waren wir erst einmal auf der Muhreralm (Muhrer ist der Hausname, im Lungau wichtiger als der Familienname, weil es davon wenig verschiedene gibt. Der Hausname dagegen ist manchmal sogar einzigartig. Meistens richtet er sich nach dem ersten Besitzer eines Hauses.), Alm des Muhrerhofs in Michee (St. Michael) wo mein Onkel und meine Tante wohnhaft sind.

Hauptsache es gibt Wasser. Und es ist selbstverständlich sehr kalt. („Sehr kalt“ heißt hier rote und taube Füße nach einer Minute)

Da war dann auch die sonne schon wieder weg.

Hauptsache der Sau gefällt’s.

Im Lungau Granten, hier Preiselbeeren. Sehr gut zum Schnitzel. Außerdem heißt es, dass sie in warmen Wasser getrunken fiebersenkend wirken. Jedenfalls wird das im lungau so verwendet.

Das ganze Almsautrio.

Day 2
Zusammen mit den Gästen am Vormittag ein ausflug auf das Speiereck. Im Winter ist das ein hübsches touristisches Schigebiet. (recht neu: mit kleinem Campingplatz an der Talstation) Man fährt mit einer Gondel für acht Personen zuerst einmal achthundert Meter nach oben, bevor man dann zwischen den zahlreichen -für mich gruselig aussehenden -Sesselliften hin und her wechseln kann. Im Sommer ist die Gondelbahn ab und zu für Wanderer geöffnet (ist also praktisch für besitzer künstlicher Hüftgelenke). Oben gibt es ein bisschen Natur und viel Nicht-Natur, wie zum Beispiel einen Pseudobergsee aka Schneekanonenwasserspeicher.

Das sind die blöden sessellifte. Gefahren bin ich damit schon, allerdings bevorzuge ich die mit mehr Material um mich herum. Nein, ich bin da nicht besonders mutig. Ich bekomme schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich in so einem Zweisitzer sitze, an der Rückseite des Berges, wo gar nicht so viele Leute fahren, und die person neben mit hält es für nötig, aufzustehen (wenig Leute, wenig Aufpasser ;-) )und somit die Installation zum Neigen zu bringen. Brauche ich nicht jeden Tag. :-)

Noch ein Lift, mit etwas mehr Wald.

Aber schön: Blick über die benachbarten Ortschaften.

Aufzug. Das Modell haben sie jetzt ja alle.

Am nachmittag: ausflug zum Hüttendorf, einer Ansammlung mehrerer almhütten. Mit dem Auto erreichbar. von da aus gibt es einen schönen Weg zu den Landawirseen und der dazugehörigen Hütte. wir waren vor zwei Jahren oben, allerdings hatten wir diesen Nachmittag keine Zeit. (Und der ganze Aufstieg war den Gästen nciht zumutbar.)

Deshalb sind wir dann doch nur bis zu einem Wasserfall gelaufen.

Blick vom Wasserfall ins Tal.
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Im Hüttendorf: Der einzig echte österreichische Almdudler. Der deutsche und der österreichische unterscheiden sich nämlich sehr im Geschmack. außerdem wollen einem die Wirte andauernd irgendeinen krampf als almdudler unterjubeln. Das ist der echte Almdudler.

Lungauer Almrahmkoch. Das ist etwas Lungauerisches. Schmeckt so ähnlich wie Marzipan, aber eben doch nur so ähnlich. (Bei Gelegenheit probieren! Aber das mag auch nciht jeder. Ich schon.)

Day 3
Vormittag: Rösslmarkt in Mauterndorf. Das ist eine Attraktion.. der Pferdemarkt findet einmal im Jahr am Vormittag statt. Das Ganze ist mit einem großen Markt verbunden, mit inzwischen demselben Mist wie überall (Sonnenbrillen, Autowaschmittel, kläffende Batterieplüschhunde) aber manchmal ist der ein oder andere Privatmensch dazwischen, der seinen Käse oder Speck verkauft. Und es gibt mehr und andere Süßigkeiten, wie Berge von Schaumrollen. Der Höhepunkt des Fests ist eine Fohlenauktion.
 
Fohlen werden mit der Mutter zusammen vorgeführt und versteigert. Der Küfer nimmt dann das Fohlen mit nach Hause. Da heute sowieso schon jeder Käufer einen Transporter hat, bekommt man die Trennung von Stute um Fohlen kaum mehr mit. Das Fohlen wird, unter lautem Gewieher und Widerstand von Mutter und Kind, in den Transporter gesteckt und dann war’s das. Früher, das die Pferde weg geführt wurden und sich hübsch geweigert haben zu laufen, sich aufbäumten und so weiter, war das alles noch weitaus dramatischer.

Nachmittag: Longa
Ein kurzer Spaziergang an der Longa, dem Fluss im Lungau. (Angeblich kommt „Lungau“ von „Longa“ ) Die Longa ist sehr klar und sehr kalt. Mein kürzlich entdecktes und nie fotografiertes Lieblingslongastück wurde leider völlig umgebaggert und ist nicht mehr vorhanden.

Das hier ist ein beliebter Picknick- und Grillplatz. Wegen der Spiegellung kann man fast nicht sehen, wie klar das ist, aber es ist sehr klar. Und meistens sieht die Longa türkis aus.

Ncoh mehr:
Virtueller Lungolandhochglanzprospekt
Querschläger Wahrscheinlich die einzige Band, die im Lungauer Dialekt singt. Sehr interessant und nicht ganz das, was man sich vorstellt.

 

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Schrank, Privatfernsehen, Vogel

Schon fast Mitternacht. Ja sowas.

Ich habe inzwischen mein zimmer umgeräumt.. was bedeutet, dass der Schrank jetzt mehr Fächer hat und ich schön das alte Schulzeug geordet habe und sämtliche Blätter abgeheftet habe.
Ich habe vielleicht viel Kram.
Und den genzen Kram habe ich genommen und in den Schrank gepackt.
Was mache ich mit ein paar hundert Fotos? Schrank.
Fünf alten Hausaufgabenheften? Schrank.
Zeitungsschnippsel? Schrank.
Resten von irgendwelchen buttons? Schrank.
Dem alten Quelle Katalog? Schrank.

Und dann die Tür zu.

Und dann ist keiner da. Ist gerade jeder im Urlaub? Ich warte ja eigentlich nur darauf, von irgendjemandem zu hören, den ich mit altem Kram überschütten kann. Alleine, da komme ich mir versumpft und verrückt vor. 

Abgesehen davon, mehr Privatfernsehen als sonst schlägt auch irgendwie auf die Stimmung („Entern und Kentern“, oder wie das heißt. Zum Beispiel. Oder die Menschen von „Contra CO2„. Wenn ich persönlich CO2 wäre, weiß ich nicht, ob mir es gefallen würde, wenn man mich andauernd durch den Dreck ziehen würde. Ohne mich wäre die Erde auch sozusagen witzlos.)

 Achja, und das, das ist der Vogel, der vor einigen Tagen gegen das Fenster geflogen ist. Ich habe ihn eine halbe Stunde herumgetragen. Zuerst, weil er ziemlich tot aussah, aber man ein nur ziemlich totes Tier schlecht eingraben kann. Ich durfte das machen, weil der anwesende Rest der Familie keine halbtoten Tiere anfasst, sondern nur vollkommen Tote. Letztendlich hatte der Vogel nur eine Schock und nachdem er sich länger an meiner hand festgekrallt hatte, flog er alleine weg.

vogel1.jpg Aber: Handschuhe, wie im HSK Unterricht gelernt.

Auch im HSK Unterricht gelernt habe ich bestimmt, was das für ein Vogel ist. Jetzt habe ich allerdings keine Ahnung.

und, wie gesagt, es ist inzwischen schon nach, Mitternacht

 

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Äpfel und Bananen

Wir waren nur eine Viertelstunde alleine daheim, das Obst, der Fotoapparat und ich. Normalerweise spielt man ja mit Essen nicht. (Die Äpfel sehen jetzt nicht mehr ganz so gesund aus. Manche Dinge halten es doch nicht so gut aus, wenn man sie immer wieder auf die Tischplatte fallen lässt.)

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Ganz kurze Belichtungszeit, sonst nichts.

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Keine Zähne ersetzen "Keine Schule"

Ich sehe langsam wieder normal aus. Etwas grün-gelb noch, hier und da, aber die Schwellungen sind fast weg. Donnerstag werden die Fäden gezogen, dann ist die Aktion Weisheitszähneentfernung erst einmal abgeschlossen.

Das waren bisher meine Ferien.

Aber ab morgen komme ich tatsächlich wieder unter Menschen. Bis dahin der Schwan.

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Was man nicht sieht: Das Vieh war dabei mich anzugreifen. Was ich nicht wusste: Frau Schwan und Kind Schwan waren im Anmarsch (mussten also verteidigt werden). Was ich auch nicht wusste: Schwäne können fauchen. Oder etwas tun, was dem sehr ähnlich ist.

Wo wir gerade dabei sind: Libellen können beißen. (Und gar nicht so wenig. Mich hat einmal eine bis auf’s Blut gebissen, als ich sie von einem Katzenmaul bis zur Haustür getragen habe.)

Glaubt keiner, ist aber so. :-)

Basierend auf einer wahren Geschichte

INT. OMAS KÜCHE, ÖSTERREICH. NIGHT.

Familie am Tisch. Halbjährliche Musterung. Anwesend: Vater, Mustter, zwei Kinder, zwei Zeugnisse, ein DELF-Zeugnis und eine Oma. Oma ließt das DELF Zeugnis.

OMA. Was ist denn das? Munich Allgemein?
DELF Zeugnis: … Munich, Allemagne…
VATER. Das ist so ein Französischtest, den hat sie gemacht.
OMA. Ah ja. Das ist ja wie Spanisch. Das Wort hier, das ist im Spanischen genauso. Und die Spanier sagen auch „que„.
(Oma liest eigentliches Zeugnis)
OMA. Was ist denn das? Das ist ja eine Schande! Eine Drei in Religion!
alle anderen schweigen.
OMA. (zu Nina) Sag mal, weißt du nicht, was in der Bibel steht?
NINA. (schweigt)
OMA. (ließt Zeugnis von anderem Kind) Was? Du auch? Was du auch nicht, was in der Bibel steht?
TINA. Doch schon, aber..
OMA. Was aber? Was ist passiert?
NINA. Na ja, ich stand zwischen Eins und Zwei und dann war da meine Lehrerin und die hat eine Es schreiben lassen, weil die Klasse so laut war und dies Ex, nun ja, diese Ex wurde wahrschinlich mehr wegen der Erziehung, nicht wegen den Noten geschrieben.
OMA. Jaja, aber wie?
NINA. Na ja, sie ging über eine Folie, von der sie sagte, wir müssten die nicht abschreiben und in der Ex standen die Punktezahlen nicht da und so haben wir alle bei der Aufgabe, bei der „stichpunktartig“ stand, Stichpunkte geschrieben, und zu den anderen mehr, aber dann gab die „stichpunktartig“-Frage fünfzehn Punkte und…
OMA. Das interessiert mich ja gar nicht. Ich will wissen, worum es ging.
NINA. Entwicklungsstufen. Etwas mit Soziologie.
OMA. Ach. Das hat ja gar nichts mit Religion zu tun.
MUTTER. Ja, bei denen hat das schon lange ncihts mehrmit Religion zu tun.
TINA. (flüstert Nina ins Ohr) Sag ja nicht, das ich mir die Note mit den Paulusbriefen versaut habe.
OMA. (zu Nina) Eine Drei in Mathe? Was ist da passiert?
(Nina zuckt mit den Schultern; Sie ist eigentlich eher froh über die Drei in Mathe.)
OMA. Eine Eins in Kunst… Besser du hättest in Kunst eine Drei und Religion eine Eins. Ansonsten schon schön.
NINA (v/o). Habe ich schon gesagt, dass ich Zeugnisse nicht leiden kann? Das hier, das ist ein Grund, warum sie so ekelhaft sind. „Verbesserungsvorschläge„. Die mich eigentlich nicht stören würden, kämen sie nicht von so weit weg.  Meine Eltern sind ja auch nicht so. Letztes Jahr habe ich beschlossen, mein Zeugnis einfach nicht den Großeltern zu zeigen. Netter Versuch. Es gab Protest von deren Seite, sie ließen mich durchfallen, worauf ich sie dann doch ausgehändigt habe. 

Letztendlich machen wir uns auch nur darüber lustig. Meine Schwester und ich sagen uns andauernd Dinge wie „Du hast ja keine Ahnung mit deinem Dreier in Religion“. Wir nehmen das ja nicht so ernst.

(Trotzdem, ich hätte es schön gefunden, wenn man wenigstens die Abwesenheit der guten alten Vier in Physik bemerkt hätte.)