Mir ist ja die WM egal.
Fußball ist mir einfach unsympathisch.
Fußball ist mir einfach unsympathisch.
Vorhin habe ich eine Speicherkarte wieder gefunden, und zwar die mit Bildern von Singapur und so. Das war die, von der ich dachte, ich hätte sie im Flugzeug liegen lassen. Wie sie vom Flugzeug in meine Schreibtischschublade kam, ohne dass ich sie angefasst habe (vermisste die bereits beim Auspacken) ist mit nicht bekannt und auch ein bisschen egal.
Jedenfalls sind da Bilder vom Singapore Zoo auch drauf gewesen und zur Wiederfindenfeier gibt es jetzt ein paar Lemuren von Nahem. In dem Zoo laufen die nämlich frei in einem Affen-Vogel-anderes-Zeug-Haus herum und man könnte sie praktisch anfassen, wenn niemand aufpasst.
Lemuren
Die meiste Zeit lerne ich für irgendwelche Prüfungen, das ist so mein Lebensinhalt zur Zeit.
Das ist natürlich eher eine bedauerliche Tatsache. Und wenn man so die Auswahl hat zwischen Schweigen (Gold! Gold!) und dem Argument der Blogfeindgemeinde, zu viele würden schreiben, obwohl sie nichts zu sagen haben, dann ist es dieses Mal im Finale das Schweigen geworden. Jammern ist schon im Halbfinale ausgeschieden.
Im Moment ist es gerade Analysis. Klausur am Dienstag. Analysis ist voll blöd. Und erinnert mich an mein Mathegelerne vor dem Abi. Man hat die zwei LKs, da ist das Lernen gar nicht so die Pest, weil da dann wenigstens noch ein Funken Interesse mitspielt. Dann ist da das Colloquium, bei dem man viel mehr Lernstoff lernen muss als woanders. Und dann bleibt das Grundkursabi, in meinem Fall Mathe und man muss sich den zähen Kram irgendwie ins Hirn pressen.
Und dann kommt dazu, dass Uni-Mathe arrogant ist und das nervt. Das ist wie bei einer bekannten globalen Kette, die auf den Verkauf von Kaffeeprodukten spezialisiert ist und sich gelegentlich weigert “Cappuccino” oder “groß” zu verstehen, weil es bitte grande Hot-Fraccu-Creamo-Shaki-ccino-Lite-TM heißt. Und dann gibt es Sandwiches, die öfter nicht mit besonderem Genuss verbunden sind. (”Sandwich-Lemma”, für die Outsider) Und dann gibt es Zeug, dass ich biher nur aus Stochastik kannte und ich mochte Stochastik. Aber ich mag auch Erdbeeren und will trotzdem keinen Erdbeersirup in meinem Kaffee, danke. Nein, auch nicht obendrauf.
Und dann gibt es das Summenzeichen, welches ich nicht mag.Es sieht gefährlich aus und macht mit seinem plötzlichen Auftauchen das elementare Verständnis der “Summe” kaputt, also sozusagen den ersten Zugang, den man überhaupt zur Mathematik hatte. Psychologisch gesehen ist das wahrscheinlich etwa gleichzusetzen mit der Schlachtung und anschließenden kunstvollen Zubereitung des ersten Haustieres oder so. Außerdem halte ich die Ästhetik von Sigma für anfechtbar. Das ist ein hässliches Teil Zig-Zag mit anderen Dingen drüber und drunter, was immer schlecht ist, denn bekanntlich ist das gemeine Karoraster eines Papierblattes nur bedingt mit solchen Ausbrüchen vereinbar.
Die anderen griechischen Buchstaben sind ganz in Ordnung. Manchmal klingen sie wie Physik, und ich mochte Physik bekanntlich nicht. C-Mal-M-Mal-Delta-Theta! Keine Ahnung, wofür das steht, wohl irgendetwas mit Energie und Wärme, aber so klingt Physik.
Doch dann kam Xi. Man spricht es wohl “Ksi”, aber bisher wurden wir über “Schi” unterricht. Auch mit dramatischer Dehnung: “Schi-i”. (Hat aber nichts mit Schiiten zu tun.) Bei ξ frage mich regelmäßig, was durch den Kopf des mathematischen Großmeisters ging, der sich das aus einer Auswahl griechischer Buchstaben aussuchen durfte. Ich halte dieses mit unbekannte Indiviuum bei allem Respekt für seine offensichtliche Leistung für einen bekloppten egoistischen Pseudoexzentriker. ξ ist nämlich nicht besonders kompatibel mit meiner Hand. Ich blicke bereits auf eine nicht unerhebliche Gallerie von verreckten Regenwürmern und horizontalem Loopinggekritzel zurück und ich bin der bescheidenen Meinung, dass der Meister des ξ das Konzept “Form Follows Function” nicht verstanden hat. Beziehungsweise er hat sich absichtlich dagegen gesträubt. Er hat sich für das enfant terrible der Buchstabenauswahl gehalten. (In der kalten Mathematik ist ja sonst so wenig Paltz für enfants terribles) Und selbst trainiert von zahlreichen Schwungübungen, zunächst mit einer improvisierten ξ-Schablone, konne der ξ-Meister natürlich sein Produkt schon ganz annehmbar auf Papier bringen. Die Früchte seinen jahrelangen akribischen Vorbereitung mir der mathematischen Untersterblichkeit seines Buchstaben als Ziel.
Und keiner kann Xi hübsch hinmalen. Aber keiner gibt es zu: oben erwähnte Eigenschaft mit “A”.
Vermutlich gibt es gemeine Übungsbücher zum ξ-Malen. So, wie man Kindern das Notenschlüsselzeichen beibringt. Mit dem Unterschied, dass Mathematiker in ihrer Kindheit vielleicht Notenschlüssel gelernt haben, aber kein ξ. Ich weiß noch nicht, ob ich eher glauben will, man erfahre die Kunst des Schi-i in verschwiegenen Abendseminaren während des Mathestudiums, oder ob es spezielle ξ-Malbücher gibt, die völlig anonym in falschen Schachteln über das Internet zu bestellen sind.
Dies ist eine Geschichte, die länger als 140 Zeichen ist. Normalerweise ist der Nahverkehr in 140 Zeichen recht gut beschrieben – passt ja alles rein, wenn es wiedermal irgendwo hängt. Aber heute haben drei rot-weiße Waggons meine Psyche nachhaltig geschädigt und das ist vielleicht ganz erwähnenswert – besonders für Menschen, deren Alltag von der Benutzung braver Verkehrsmittel geprägt ist.
Ich begann meine Reise am Marienplatz, da war ich noch sehr fähig, das zu akzeptieren, was mein Verkehrmittel vor hatte, mir vorzusetzen. Auf der Liste der Vergehen gegen den menschenfreundlichen Transport waram heutigen Tag nur eine kleine Tramvollbremsung am Mittag, aber das ist verzeihlich, Ampeln springen eben hin und wieder unerwartet aus dem Gebüsch neben die Schienen.
Sieben Minuten, Wartezeit: auch akzeptabel. Montags variiert meine S-Bahn-Beanspruchungszeit sehr, also muss man nehmen, was so kommt. S-Bahn kommt, gut voll, konnte trotzdem sitzen. Ich sitze sowieso lieber am Fenster, da brauche ich auch mir gegenüber kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich schamlos ausnutze, dass der Großteil der Menschheit für Gangplätze über Leichen geht. (Ein Gangplatz ist aber nur richtig cool, wenn man den Fensterplatz leer lässt. Das ist für die Rock’N'Roll, für mich ist das Doofheit in der Ausführung.)
Irgendwann stand S-Bahn ein bisschen in der Münchner Wildnis, auch noch okay. Ich habe die S-Bahn nicht gefragt, vielleicht musste sie grasen, vielleicht will sie ihren Passagieren einen Denkanstoß geben, vielleicht war es wieder die diabolische unvoraussehbare Ampel.
Pasing. Pasing ist dieser eine Bahnhof, an dem gerade gebaut wird. Das ist der Bahnhof, der sich schon länger in der Schönheitsoperationsnarkose befindet. Man sieht noch die hübschen grünen OP-Tücher, hier und da, geliftet ist er wohl auch schon (pun intended) aber sonst…
S-Bahn steht in Pasing.
Und steht.
Und steht.
Durchsage, nicht vom Band. Die haben viel vom Band, sogar das mit “aufgrund einer polizeilichen Ermittlung”. Das ist eine subtile Form der Selbst-Beleidigung, zumindest kann man das annehmen. Es gäbe ja keinen Grund, Durchsagen zu bauen, die nie verwendet werden würden.
Diese kam nicht vom Band: es gäbe eine Bahnübergangsstörung in Puchheim. Leider beherrsche ich die Bahnsprache nur in Auszügen, so weiß ich nicht, ob das der Code für eine zickende Schranke oder ein mittelgroßes suizidales Blutbad auf dem Übergang ist. Vermutlich ersteres.
Und dann stand die S-Bahn. Die Administratoren des Bahnhofs München Pasing haben jedoch weder Kosten noch Mühen gescheut und ließen am Nebengleis diverse ICEs ankommen und abfahren um uns optische Phänomen näherzubringen. (Bezugssysteme und so. Physik, bäh.) Wenn ein ICE so anrollte, dass man in der S-Bahn meinte, sie bewegte sich endlich, saßen die Verantwortlichen vermutlichen high-fivend vor ihren Bildschrimen. Richtig bewegt hat sich das S erst nach guten dreißig Minuten.
Weiterer optionaler Stop zwischen Leienfelsstraße und Aubing. Man kennt ja sonst nur die Panaromazwischenstationen bei Schneefall – in der Dunkel- und Schneefreiheit ist hier allerding der Sinn dahin. (Sollte man vielleicht einmal dem Verantwortlichen dieser in den Grundzügen zweifelsohne genialen Marketingidee sagen…)
Fünf Minuten.
Und dann probierte der Kutscher einmal aus, was passiert, wenn man die S-Bahn ein bisschen peitscht. Er hat vermutlich ausgeholt und geschrieen: “I put the ‘Schnell’ back into ‘S-Bahn’!” und dann trat er dieses unbenutzt aussehende Pedal, oder was auch immer zu einer S-Bahngrundausstattung gehört, ganz durch. Und trieb das Vieh Richtung Puchheim. Und dann trat er das abgenutztere Pedal durch, aber er schaffte es doch nicht ganz.
Für die, die daran zweifelten: Eine S-Bahn kann rückwärts fahren. Und so vollzog sie ihre Kür mit Bravour. Die Einwohner Puchheims, die bereits beim ersten passieren ihres Bahnhofs aufgestanden waren, zeigen bedauerlicherweise keinen Respekt für das Fahrrichtungenrepertoire ihres Personenzuges. War gut, als die Banausen endlich ausstiegen. Eingestiegen ist der Duft von den Bremsen holländischer Wohnmobile am Zirler Berg.
Die S-Bahn weinte leise.
Abschließend folgt eine Illustration, welche ich im Zuge einer Maltherapie zur Vewältigung des Erlebten anfertigte. Das Original zeigt einen Nahverkehrszug mit seinem enigmatischen Grinsen und einen bösen S-Bahn-Chauffeur. (S-Bahn-Chauffeure sind nicht böse. Dies ist künstlerische Freiheit.) Er trägt eine Krone mit einem S unf grault seine dicke Perserkatze, in diesem Fall eine kleine S-Bahn. Dies sind nämlich die Insignien des Anführeres der Dunklen Seite des Nahverkehrs. Gerne hätte ich ihm eine Darth-Vader-Maske gemalt, aber das stand nicht in meiner kreativen Macht, also musste als Ersatz die Krone hinhalten. (EDIT: Etwaiige Zufälle, wie ich erst heute morgen feststelle sind tatsächlich zufällig und unbeabsichtigt. Die Krone ist wirklich keine Anspielung, so wissend war ich zu dem Zeitpunkt gar nicht, und deshalt auch nicht als solche zu betrachten.) Der sitzt hauptberuflich in seinem HQ im Keller der ICE-Waschanlage und war neben diesem kulturellen Event auch für folgende andere Ereignisse verantwortlich – deshalb die Quartettoptik: (a) Polizeiliche Ermittlung am Ostbahnhof (Mittwoch stadteinwärts an der Hackerbrücke pausiert) (b) Notarzteinsatz an der Hackerbrücke (Donnerstag, stadtauswärs am Stachus gewartet) (c) Weichenstörung an der Donnersberger Brücker (Donnerstag, stadtauswärts, immer noch Stachus)

Achja, die hässliche Optik ist Absicht. Wollte es zuerst ganz analog anfertigen, traute aber dme Lesbarkeitsgrad meiner handschrift bei dieser Größe nicht über den Weg.

Vorgestern war ja Silvester. Und ich könnte jetzt etwas Thematisches auf die Beine stellen oder weiter über Australien berichten. Das Publikum, dass ich mir soeben vorstelle hat sich per Handzeichen für was Thematisches entschieden. Wie in der Schule, haben sie gesagt, “Och Niiiina.. aber es war doch Silvester! Wir können auch wann anders weitermachen”. Dann machen wir halt wann anders weiter. Ihr habt gewonnen.
2009. Was gab’s eigentlich?
Letztes Jahr um die Zeit bedeutungsvoll als das Jahr mit dem Abitur bezeichnet, obwohl das Abitur natürlich gar nicht so schlimm ist. Das sagen ja alle. Mein persönlicher Wahrheitsvorschlag ist, dass die Abiturprüfungen natürlich recht unschrecklich sind, das was davor kommt, “abiturrelevant” im Minutentakt und die Präsentation von dem Wort mit A als Ziel der dreizehn Jahre davor, das ist unschön. Vermutlich muss ein bisschen Psychoterror sein, fördert ja auch die Lernmotivation. Aber es ist keine mindestens neun Jahre aufwiegende Todesprüfung. Ich muss das jetzt sagen, wie stünde ich denn da, mit meinen zwei jetzt für mich quasi irrelevanten Leistungskursfächern und meiner seltsamen (neutral genug?) Colloquiumsprüfung, der nun als Schwank Massen begeistert?
Und beim Schnitt ist der Feinschliff sowieso egal. Bis auf die, die in den medizinischen Bereich wollen, sind alle, die ich kannte, irgendwo da hingekommen, wo sie hinwollten, obwohl es fast überall einen NC gab.
Ich hatte lange frei. Habe die Zeit genutzt, unnützes Wissen anzureichern. Für unnützes Wissen geographischer Art ist Sporcle ganz hilfreich, vorrausgesetzt man man hat kein Problem mit der englisch Sprache. Aber keine Sorge, irgendwann hat man auch Kyrgyzstan intus, und dann kommt es auch nicht mehr schlimmer. An guten Tagen schaffe ich alle Länder der Welt, allerdings auf Papier (bei porcle wird es dann zu chaotisch) und sortiert nach Kontinenten. Als nächstes sind die Hauptstädte dran, das kommt mir viel schwerer vor als die Länder. Liegt wohl daran, dass man viele noch nie gehört hat. Manche klingen wenigstens nett… bisher bestand mein Angebergut aus Ouagadougou (Burkina Faso), Bandar Seri Begawan (Brunei) und vielleicht noch Phnom Penh (Cambodia… bzw. “Kambodscha”?) aber mindestels genauso toll sind wahrscheinlich Tegucigalpa (Honduras), Paramaribo (Suriname) und Funafuti (Tuvalu).. und so weiter. Kein besonders unterhaltsames Thema für andere Leute als mich selbst, nehme ich an.
Ich war das erste Mal auf der Südhalbkugel. Und innerlich total beleidigt, dass bei der Äquatorüberquerung kein Wort gesagt wurde und der Äquator nicht einmal auf den Inflight-Monitoren eingezeichnet war. Traurig, traurig.
Dieses Jahr wurde mir zwar nicht mein ganzes bilderzeugenes Equipment gestohlen, ich habe mich aber selber mit strategisch guten Liegenlassungsmethoden enteignet. Bilanz: Eine Speicherkarte mit einem Teil Urlaubsbildern (fasthundert, auschließlich Singapur.) die im Flugzeug wohl aus der Tasche gefallen sein muss und meine kleine wasserdichte Kamera, die in München irgendwo beim überhetzten Weihnachtseinkaufen abhanden gekommen ist. (Fremdeinwirkung hier allerdings nicht ausgeschlossen.)
Nenneswerte musikalische Stücke meiner Version von 2009:
Das war thematisch.
PS “Gemeinschaftlich Brüllen” ist keinesfalls mit dem Gesang von Individuen mit nicht unerheblichen Mengen von Alkohol in ihren Organismen. Gemeint ist das gemeinsame Mitsingen eines Liedes, an dem auch Menschen teilnehmen, die bei der Verteilung der gesanglichen und besonders melodischen Fähigkeiten vernachlässigt wurden (z.B. ich), dies führt automatisch zu erhöherter Lautstärke und Abnahme der akustischen Ästhetik.
Verehrtes Auditorum, schon keine Lust mehr? Ich werde diesen Umstand jedoch ignorieren.
Airlie, Airlie, Airlie. Man muss da erst einmal hinkommen. Im Gegensatz zu Metropolen wie Marlborough ist Airlie nämlich nicht auf allen Karten eingezeichnet und nicht bestens ausgeschildert. Allerdings ist es sozusagen ein Pflichtstop für Backpacker und die Greyhoundbusdichte nimmt auf den Straßen um Airlie auch spürbar zu, der Altersdurchschnitt der Reisenden hingegen ab. Ist vermutlich noch recht neu, das Airlie. Im Grunde liegt Airlie Beach zwischen Proserpine und Bowen (beide sehr, sehr gut ausgeschildert) und ist Gateway to the Whitsundays. Man kann also von dort sehr gut Ausflüger auf die Whitsunday Islands machen, die sind sehr hübsch. Die heißen so, weil sie an einem Pfingstsonntag entdeckt worden sind. Von Captain Cook persönlich. Beziehungsweise, eigetnlich war es erst Pfingstsamstag, aber weil man damals die Datumsgrenze noch nicht gebaut hatte ignorierte, ging mal davon aus, dass es wohl Pfingstsonntag sei.
Es gibt die Whitsunday Island selbst. Danaben gibt es vorallem noch Hamilton Island, eine blöde Protzinsel. Wenn man aufpasst, sieht man Hamilton Island manchmal in den Medien, wenn eine Parade von Kaspern in Segelkostümen durch den Sand hüpft. Man kan in Hamilton Island sogar Flugzeuge auf asphaltieren Landebahnen landen und in größeren Hotelkomplexen wohnen. Wenn man das will. Der Rest der Inseln darf vermutlich nicht touristisch verschandelt werden. Folglich ist er das auch nicht besonders. Alles weitere in den Fotos. Und: Nicht weinen.
In Airliee selbst gibt es nicht so viele Attraktionen. Airlie hat auch eine Lagoon, also ein kostenloses Salzwasserschwimmbad am Meer. Weil das Baden im Merr gefährlich ist. Allerdings hier nicht wegen der Haie, sondern vorallen wegen der Quallen.
KSF Jellyfish. Quallen gibt es sowieso sehr viele, die meisten sind unangenahm, aber harmlos. Wie Ameisen. Der Unterschied ist, dass meistens coole Pigmentveränderungen auf der Haut bleiben und man damiteine ganze zeit Narben zum angeben hat. Ich habe derzeit auch zwei kaum sichtbare Streifen von einer Qualle (aus Singapur) am Unterarm, um das der Angerberei wegen zu erwähnen. Das ist der Prototyp Qualle. Jetzt gibt es noch gefährliche Quallen. Die gefährlichsten, vor denen immer und überall gewarn wird, sind die Marine Stingers, box jellyfish, sea wasps oder wie sind sonst noch genannt werden, auf deutsch meistens Würfelqualle, seltenser Seewespe. Die gibt’s eigentlich nur in Queensland und nur im australischen Sommer. Da geht das Publikum dann nur in Ganzkörperanzügen ins Wasser heißt es. So genau weiß ich das nicht, es war ja Winter. Sollte einem so ein Stinger begegnen, wird man gelähmt und erstickt, wenn sich niemand zufällig findet der einen beatmet. Weniger tödlich ist die Irukandji, das sind ganz kleine Quallen, die deshalb auch durch sämtliche Schutznetzte kommen. begegnet man Inrukandis, führt das wenig später seltsamerweise zu Kreislaufproblemen, Übelkeit, Kopfschmerzen und so weiter. Das kann einen auch dahinraffen, passierte allerdings erst zweimal insgesamt. Trotzdem ist es natürlich irgendwie unlogisch, wenn man wegen einer Quallenbegegneung das Vergnügen hat, Erbrechen zu dürfen – alleine deshalb sind Irukandjis auch blöd. Ach ja, scheinbar ist immer und überall das einzig wirksame Mittel gegen Nesselzellen auf der Haut Essig. Auch hier gibt es hin und wieder witzige Essigflaschenstationen an Stränden.
Sonst gibt es viele junge Reisende, was bedeutet, dass hier ausnahmsweise manche Bars auch bis Mitternacht geöffnet haben und es dem McDonalds auch nichts ausmacht, dass die wenigsten seine Gäste wegen des Essens kommen, sondern vielmehr wegen dem kostenlosen WLAN und ihren kleinen Kaffee als Entschuldigung neben den Laptop stellen, wenn überhaupt. Und dann herrscht in Airlie genau die Stimmung, weswegen wohl so viele Ex-Schüler nach Australien reisen. Nichtstun. Vielleicht morgen in den Greyhound steigen.
Was es aber gibt, sind wilde Tiere. Vögel. Ich halte Kakadus auf dem Balkongeländer für ziemlich klasse. Und ja, sie fressen auch aus der Hand.
Recent Comments