{"id":64,"date":"2006-11-14T00:01:48","date_gmt":"2006-11-13T22:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/wordpress\/wordpress\/?p=64"},"modified":"2006-11-14T00:01:48","modified_gmt":"2006-11-13T22:01:48","slug":"jetzt-kommt-das-woruber-ich-mich-seit-tagen-argere-und-das-wovor-ich-seit-tagen-angst-habe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=64","title":{"rendered":"Jetzt kommt das, wor\u00fcber ich mich seit Tagen \u00e4rgere, und das, wovor ich seit Tagen Angst habe"},"content":{"rendered":"<p>1. Warum wird in keinem Kino &#8222;Marie-Antoinette&#8220; gespielt? Werder in dem netten Kino mit den f\u00fcnf S\u00e4len noch im Math\u00e4ser in M\u00fcnchen mit seinen 14 S\u00e4len. Und wenn ich erst ein Kino suchen muss, dass wird das sowieso nichts. Es w\u00fcrde n\u00e4mlich keiner mit mit ein Kino suchen wollen &#8211; und dann eins finden, das nahezu unerreichbar ist. (Tats\u00e4chlich l\u00e4uft der Film in Herrsching. Aber wie komme ich dahin und wenn ich da bin, wie finde ich das Kino?) Aber.. warum? Ich wollte ja schon \u00f6fter Filme sehen, die dann letztendlich nie gezeigt wurden aber das waren ganz ganz unbekannte Filme mit ganz ganz unbekannten Leuten. Aber der ist von Sofia Cappola und mit kirsten Dunst. Unter anderem. Was mich auch richtig st\u00f6rt ist, dass ich schon mehrmals Vorschauen f\u00fcr den Film im Kino gesehen habe (und zwar da, wo er jetzt nicht l\u00e4uft) und auch in zwei Radiosendern habe ich dar\u00fcber geh\u00f6rt. Den Film kann ich aber nicht anschauen. Werbung f\u00fcr Dinge, die man gar nicht bekommen <em>kann<\/em> (jedenfalls nicht mit dem angemessen Zeit\/Geld Aufwand) ist schon sehr sinnfrei. Na ja. Wenn jetzt bald der neue James Bond film in die Kinos kommt, ist es mit den Chancen auf &#8222;Marie Antoinette&#8220; sowieso erst einmal vorbei.<\/p>\n<p>2. Ich war heute schon wieder der letzte Patient meines Kieferorthop\u00e4den und jedes Mal k\u00f6nnte ich mich wieder\u00a0dar\u00fcber aufregen. Der Kieferorthop\u00e4de hat n\u00e4mlich nur bis f\u00fcnf offen und das nur dreimal die Woche. An zwei dieser Tagen kann ich wegen der Schule nicht und heute hatte ich vorher auch Nachmittagsunterricht. Irgendwo finde ich es schon eine kleine Frechheit, dass ich praktisch fast durch meine schulischen Pflichten verhindert bin diesen wunderbaren Ort zu besuchen und die eigentliche Einnahmequelle von Kieferorthop\u00e4den Sch\u00fcler sind. Also. Warum in aller Welt kommen diese sonst klar denkenden Menschen darauf, ihre Sprechstunde an f\u00fcnf Tagen am Vormittag zu machen und nur drei am Nachmittag, und dann auch nur bis f\u00fcnf. Es gibt auch Menschen, die erst nach f\u00fcnf von der Schule wegkommen. Aber dann gibt es da noch die Vormittagstermine. Warum? Warum \u00fcberhaupt sollten Kieferorthop\u00e4dentermine am Vormittag stattfinden? Arzttermine, bei denen man n\u00fcchtern sein muss, okay. Aber\u00a0bei Z\u00e4hnen gibt es da eigentlich keinen Grund. Man wird praktisch fast gezwungen, vom Unterricht wegzubleiben <em>obwohl <\/em>man alles auch durch f\u00fcnf Nachmittagssprechstunden auflockern k\u00f6nnte. Au\u00dferdem: Wenn ich haute eine Kieferorthop\u00e4denpraxis aufmache, denke ich mir dann nicht: &#8222;Wann k\u00f6nnen meine Patienten denn nicht?&#8220; und dann versuche ich, m\u00f6glichst wenige Termine dahin zu legen. Und gerade komme ich mir ein bisschen betrogen vor, weil ich als Sch\u00fcler, in dessen Natur die Faulheit liegt, und die ohnehin ein sch\u00f6nes, entspanntes Leben haben, eigentlich nicht mit meiner Schule und Hausaufgaben vor f\u00fcnf fertig bin.<\/p>\n<p>3. Die Sache mit &#8222;bestenfalls eine 4&#8220;. Ich soll \u00fcbermorgen eine Deutschschulaufgabe schreiben obwohl ich doch noch so traumatisiert von meiner letzten bin. Das war in der zehnten Klasse die letzte Schulaufgabe. Wir sollten ein bisschen etwas \u00fcber Stilmittel in zwei Gedichten schreiben, die Gedicht dann vergleichen und so weiter. Jetzt war es so, dass wir eigentlich keinen \u00dcbungsaufsatz geschrieben haben, nur einmal eine Seite \u00fcber etwas, wovon wir noch nicht wussten, dass das das ist, was wir als n\u00e4chstes besprechen, wor\u00fcber wir die Schulaufgabe schreiben, also bevor wir den Aufsatztyp eigentlich genau behandelt haben. Das meiste haben wir m\u00fcndlich gemacht, immer sch\u00f6n Gedichte mit vier Strophen besprochen. Dann hat eine Parallelklasse genau dar\u00fcber bei genau dem Lehrer eine Schulaufgabe geschrieben. Sie haben zwei Gedichtpaare zur Auswahl bekommen, eines mit Gedichten mit je vier Strophen, eines mit Gedichten mit je sechs Strophen. Nach der Schulaufgabe wurde mir gesagt: &#8222;Nimm in deiner Schulaufgabe unbedingt das k\u00fcrzere Gedichtpaar, das andere mit den sechs Strophen schafft man in der Zeit nicht, bei uns hat das keiner geschafft.&#8220; Verst\u00e4ndlich. Ausgemacht war eine halbe Seite pro Strophe f\u00fcr die Stilmittel, dass w\u00e4ren bei den acht Strophen der Gedichte schon vier Seiten, dazu noch jeweils eine Seite \u00fcber Allgemeines des Gedichts und eine Seite f\u00fcr Vergleich und Schluss, insgesamt also sieben Seiten. Und das ist schon viel. Dann kam unserer Schulaufgabe. Zwei Gedichtpaare mit je f\u00fcnf oder sechs Strophen. <em>Sch\u00f6n<\/em>. Ja. Ich habe dann \u00fcberlegt, ob ich den ausgemachten Umfang der einzelnen Teile \u00e4ndern soll oder lieber einfach anfangen und schreiben, soweit ich komme. Ich habe das zweite gemacht. Mindestens einer meiner Deutschlehrer hat einmal gesagt, dass es eher auf die Qualit\u00e4t des vorhanden geht als darum, ob jetzt das Ende fehlt oder nicht. (Wobei ein fehlendes Ende nat\u00fcrlich nicht ganz toll ist, aber es wegzulassen ist besser, als den ganzen Rest einfach qualitativ zu halbieren.) Und Irgendwann ging dann die Zeit aus. Der Anna neben mir, die auch die zweite M\u00f6glichkeit gew\u00e4hlt hat, ging es genauso. Wir haben dann beide vom Stilmittelteil einen Teil weggelassen (bei mir waren es zwei Strophen oder so) und haben gleich des Ende geschrieben. Die meisten anderen aus der Klasse\u00a0haben sich f\u00fcr die andere M\u00f6glichkeit entscheiden.\u00a0Dann wurde die Schulaufgabe eingesammelt und wir haben sie nicht mehr gesehen. Krankheit des Lehrers, Lehrer auf Klassenfahrt und so weiter. Wie das eben so ist. Einmal wurden uns die Noten gesagt. Die meisten aus der Klasse hatten Zweier. Und ich hatte eine Vier, mit einem Mitleidsplus*. Dann die Sommerferien, in denen ich eine enorme Panik vor Deutsch hatte. Und zwar, weil ich dachte, dass diese Vier nicht nur mit dem fehlenden\u00a0Teil zusammenh\u00e4ngen kann. Ich hatte auch schon Zweier ohne Schluss im Aufsatz. Eine Vier ist ja nur eine Note besser als eine F\u00fcnf, und eine F\u00fcnf ist das, was eine Sch\u00fclerin auf ihren Aufsatz bekommen hat, der nur eine Seite lang war und nach einer Schulstunde fertig war, so geschrieben, weil sie annahm, sie w\u00fcrde das Jahr sowieso nicht schaffen. Also, dachte ich mir, muss ich wohl schon sehr versagt haben. Und dass dann bei dem Aufsatztyp, der angeblich ab jetzt wichtig ist. Dieses Schuljahr habe ich zumindest meinen Kommentar bekommen, ich wollte ja herausfinden wie Kommentare von Aufs\u00e4tzen klingen, bei den man <em>total <\/em>versagt hat. Letztendlich kann man das so zusammenfassen: Alles sch\u00f6n, aber\u00a0Teil fehlt, deshalb Vier. Am Anfang war ich froh dar\u00fcber, weil ich scheinbar doch nicht den ganzen Aufsatz vermasselt hatte, sondern nur etwas gefehlt hat. Seit einigen Wochen, habe ich jetzt noch mehr Angst, weil scheinbar f\u00fcr einige Lehrer die Vollst\u00e4ndigkeit einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Note ausmacht als die Qualit\u00e4t des Geschrieben und f\u00fcr andere ist es genau umgekehrt. Soll ich jetzt also in weiser Voraussicht einfach nur eine Viertelseite schreiben, auch wenn eine halbe Seite ausgemacht ist, damit ich den Aufsatz in der Zeit schaffe? Und was ist jetzt, wenn, andere Deutschlehrer das wieder ganz anders sehen, was ich glaube, weil andere Deutschlehrer immer alles anders sehen. Darum sind sie ja Deutschlehrer und nicht Mathelehrer. Insgesamt verunsichert mich das ganze schon sehr und ich war noch nie vor einer Deutschschulaufgabe so wenig optimistisch. Meistens dachte ich: &#8222;Wird schon passen. Ich mach&#8217;s so wie immer.&#8220; Aber da mein &#8222;wie immer&#8220; bei der letzten Schulaufgabe relativ falsch war, macht mich das ungeheuer nerv\u00f6s.<\/p>\n<p>* Ein Mitleidsplus ist ein Plus, dass man mehr oder weniger f\u00fcr \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde einer Arbeit bekommt, also wenn man bei einem Referat erk\u00e4ltet ist.. oder wenn man besonders aufgeregt ist&#8230; oder wenn man (sich)\u00a0sich M\u00fche gegeben hat, (aber an der falschen Stelle \/ es trotzdem nicht konnte) oder etwas Irrelevantes \/ wenig Relevantes besonders gut gemacht hat. Ein Mitleidsplus gibt es nur bei m\u00fcndlcihen Leistunden, also Referaten und Rechenschaftsablagen, sowie im Sportunterricht und in Deutsch. Nicht jedes Plus ist automatisch ein Mitleidsplus. Ob ein Mitleidsplus ein Mitleidsplus ist, merkt man erst, wenn man eines bekommt. Ich hatte noch nicht oft ein Mitleidsplus. Meistens nur in Sport, immer die sch\u00f6ne 3+, wenn der Rest seine 2 hat. Und einmal hatte ich ein Mitleidsplus in Physik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Warum wird in keinem Kino &#8222;Marie-Antoinette&#8220; gespielt? Werder in dem netten Kino mit den f\u00fcnf S\u00e4len noch im Math\u00e4ser in M\u00fcnchen mit seinen 14 S\u00e4len. Und wenn ich erst ein Kino suchen muss, dass wird das sowieso nichts. 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