{"id":37,"date":"2006-10-03T22:33:52","date_gmt":"2006-10-03T20:33:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/wordpress\/wordpress\/?p=37"},"modified":"2006-10-03T22:33:52","modified_gmt":"2006-10-03T20:33:52","slug":"zufall","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=37","title":{"rendered":"Zufall"},"content":{"rendered":"<p>Keine Schule heute. Ich bin trotzdem sehr m\u00fcde weil ich den ganzen Tag in Ingolstadt. Danach waren da dann noch die Hausaufgaben. Sehr interessante Sache. Da war einmal Physik. Sch\u00fcler, die das auf Anhieb gleich im Kopf rechnen k\u00f6nnen, d\u00fcrfen das auch. Nicht so physikbegabten Sch\u00fclern wird geraten, das vielleicht auf Papier zu rechnen. Nein, ich halte mich nicht f\u00fcr physikbegabt, und somit wurden es drei Seiten.\u00a0Gleichzeitig\u00a0komme ich mir bestraft vor, weil ich genau\u00a0wei\u00df, dass der arbeitsfaule Sch\u00fclerprototyp\u00a0die Hausaufgaben nicht schriftlich machen wird und dann erz\u00e4hlen wird, er habe es im Kopf gemacht. Das ist meistens so. Ich komme mir vor, als m\u00fcsste ich Strafarbeiten machen, genauso wie in anderen F\u00e4chern. Eigentlich habe ich bis jetzt in dem Jahr zuviele Hausaufgaben gemacht. Das lag aber eher an Missverst\u00e4ndnissen oder Freistundenlangeweile&#8230;\u00a0 aber gut, dann mache ich eben drei Seiten Physikaufgaben, es schadet mir ja nicht. Obwohl ich f\u00fcr dieses Halbjahr schon fast aus dem Schneider bin. Da Exen laut Lehrer fast schon angesagt werden, und das &#8222;Zufallsprinzip&#8220; bei der Sch\u00fclerauswahl zur Ausfrage gar nicht zu zuf\u00e4llig ist, wie es sein sollte, also die Wahrscheinlichkeit ist bei manchmal Sch\u00fclern h\u00f6her als bei anderen. Ich werde das jetzt einmal erl\u00e4utern (: Man hat eine Klasse mit 24 Sch\u00fclern, die in zwei Bl\u00f6cken (mit jeweils vier Pl\u00e4tzen pro Reihe), dazwischen ein Mittelgang, im Physiksaal sitzen. Lehrer fordert einen Sch\u00fcler auf, eine Zahl zwischen eins und 14 zu sagen, dann wird auf dem Sitzplan von vorne nach hinten durchgez\u00e4hlt, erst der Fensterblock. Bisher ist ja dann noch alles sehr zuf\u00e4llig.\u00a0Weniger zuf\u00e4llig wird es auch noch nicht, wenn man den Sch\u00fcler, der das letzte Mal ausgefragt wurde bittet, eine Zahl zwischen eins und 24 zu sagen. <em><span style=\"font-family: Verdana\">Sch\u00fcler, der als letztes ausgefragt wurde<\/span><\/em> ist die Carina, zwei Pl\u00e4tze naben mir. Carina sagt: &#8222;14&#8220;, Lehrer z\u00e4hlt, Anna ist 1, Nina ist 2, dann weiter nach hinten, Block ist bald aus, und (und das ist das unzuf\u00e4llige) man f\u00e4ngt wieder bei diesem Block an. Ach ja, ich war dann die 14. Schon seltsam. Ich meine, besser, wenn ich jetzt ausgefragt werde als sp\u00e4ter, aber immerhin ist dann die Change f\u00fcr jemanden wie mich um 100% h\u00f6her und Sch\u00fcler 24, also der Sch\u00fcler, der normalerweise der Letzte w\u00e4re, wird gar nicht gez\u00e4hlt, weil einige doppelt gez\u00e4hlt werden und man mit &#8222;24&#8220; dann gar nicht bis Sch\u00fcler 24 kommt. Das st\u00f6rt mich dann schon. Aber welches Lehrerzufallsprinzip ohne zufallszahlenausw\u00e4hlendes Hilfsmittel, wie dem W\u00fcrfel, ist schon ganz zuf\u00e4llig? Das Liste-Stift-Verfahren zum Beispiel. Der Lehrer l\u00e4sst einen Stift auf die Klassenliste fallen und der entscheidet dann. Der Stift f\u00e4llt aber praktisch nie parallel zu den Zeilen in der Liste, also ist das doch sehr eine Interpretationssache. Wenn man einmal davon absieht, dass die Wahrscheinlichkeit da auch nicht immer gleich hoch ist.\u00a0 Und wie mach man es, wenn der Stift etwa einen Zentimeter unter dem letzten Sch\u00fcler landet? Kommt dann der letzte Sch\u00fcler dran, obwohl bei allen anderen Sch\u00fclern in diesem Abstand unter ihnen ein anderer w\u00e4re? Das ist ja moralisch ganz verkehrt (: Es wird aber trotzdem so gemacht, da ein Zentimeter nicht genug Grund ist, den Stift noch einmal zu werfen, da sich besonders die Lehrer, die das ganze mit geschlossenen Augen machen, doch sehr freuen, wenn der Stift \u00fcberhaupt auf der Liste landet und nicht gleich vom Pult herunterrollt.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es da noch die M\u00f6glichkeit mit dem Datum. Sehr, sehr dumme Idee. Wir waren damals 34 Sch\u00fcler und ich glaube schon, dass man sagen kann, dass Sch\u00fcler 32 bis 34 doch mysteri\u00f6serweise nie ausgew\u00e4hlt wurden. Sch\u00fcler 31 hatte da auch noch meistens Gl\u00fcck. Ein Schuljahr ja nicht viele 31. Der 31. Dezember ist frei, Juli und August auch&#8230; da bleiben nicht mehr viele.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wenn es doch so\u00a0etwas\u00a0wie v\u00f6llige Zuf\u00e4lligkeit geben w\u00fcrde. :) Das w\u00e4re\u00a0zu sch\u00f6n\u00a0f\u00fcr\u00a0solche benachteiligten Menschen wie mich, die den k\u00fcrzesten Namen in der ganzen List haben. Die einen haben ganz lange Vornamen, die anderen ganz lange Vornamen, die man ohnehin nur verk\u00fcrzt verwendet. <em><span style=\"font-family: Verdana\">&#8222;J\u00e4ger, Nina&#8220;<\/span><\/em> ist da nicht sehr vorteilhaft. Und dann bin ich da noch <em><span style=\"font-family: Verdana\">genau<\/span><\/em> in der Mitte dieser b\u00f6sen Liste.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ja, ja. Ich b\u00f6ses Kind habe ja gar kein Vertrauen in die lieben P\u00e4dagogen. Habe ich im Moment wirklich nicht. Aber das \u00e4ndert sich schon wieder, sp\u00e4testens wenn nach den ersten Exen s\u00e4mtliche weniger zuf\u00e4llige Zufallsprinzipien durch das Noten-Ausgleichen-System ersetzt werden.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Schule heute. Ich bin trotzdem sehr m\u00fcde weil ich den ganzen Tag in Ingolstadt. Danach waren da dann noch die Hausaufgaben. Sehr interessante Sache. Da war einmal Physik. Sch\u00fcler, die das auf Anhieb gleich im Kopf rechnen k\u00f6nnen, d\u00fcrfen das auch. Nicht so physikbegabten Sch\u00fclern wird geraten, das vielleicht auf Papier zu rechnen. 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