{"id":1772,"date":"2017-08-21T01:12:57","date_gmt":"2017-08-20T23:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=1772"},"modified":"2017-08-21T15:36:03","modified_gmt":"2017-08-21T13:36:03","slug":"japan-tag-05-geartime","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=1772","title":{"rendered":"Japan Tag 0,5 &#8211; #Geartime"},"content":{"rendered":"<p>Es ist wahrscheinlich, das ich morgen fliegen kann. Das w\u00e4re cool. Man darf sich aber erst sicher sein, wenn die Maschine abhebt und das ist ein relativ sp\u00e4ter Zeitpunkt, um Bescheid zu sagen. Aber ich habe fast gepackt und eine Bordkarte. (In diesem Fall erm\u00f6glicht mir diese, erstmal bis zum Gate zu kommen.)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Photo-20.08.17-23-30-16.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1774\" src=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Photo-20.08.17-23-30-16.jpg\" alt=\"\" width=\"4032\" height=\"3024\" srcset=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Photo-20.08.17-23-30-16.jpg 4032w, http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Photo-20.08.17-23-30-16-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Photo-20.08.17-23-30-16-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Photo-20.08.17-23-30-16-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 4032px) 100vw, 4032px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Packen habe ich so gemacht: Als erstes kaufte ich einen schweinsteuren zu gro\u00dfen Trekkingrucksack, f\u00fcr den mir jeder Outdoormensch eins auf den Deckel geben w\u00fcrde. Denn: Das Leergewicht ist etwas h\u00f6her als bei anderen und er ist teuer und ich mache schlie\u00dflich keine S\u00fcdpolexpedition und sollte es vielleicht nicht \u00fcbertreiben. Nachdem ich aber stur bin, h\u00f6re ich generell erst einmal auf meine eigene Logik. Die lautet wie folgt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ich fand den Rucksack sch\u00f6n<\/strong>. Das ist wichtig, denn Rucks\u00e4cke sind generell h\u00e4ssliche Existenzen. Tagesrucks\u00e4cke bewegen sich seit ein paar Jahren \u00e4sthetisch steil bergauf. Bei gr\u00f6\u00dferen regiert immer noch die nackte Funktionalit\u00e4t. Zusammen mit Laptops ist das ein Gebiet, auf dem &#8222;Ja okay, aber ich finde den sehr h\u00e4sslich.&#8220; ein Aufruf zur Steinigung ist. Okay, bei Laptops hat sich das ein bisschen gebessert aber nur, weil Menschen in die Bresche sprangen und ganz tapfer zugaben, dass sie sich teure Aluminium-Unibody-Laptops fast nicht nur kauften, weil sie ohne bahnbrechende Software wie iTunes nicht mehr leben m\u00f6chten. Unter uns: Ich habe vor, meinen Rucksack zu<em> lieben<\/em>, und da tu ich mich bei Neon-Nylon halt schwer. Neon-Nylon ist nicht mein Typ f\u00fcr immer.<\/li>\n<li><strong>Der Rucksack l\u00e4sst sich seitlich komplett \u00f6ffnen<\/strong>, wie eine Reisetasche. Wenn man nicht so ordentlich ist, lernt man hoffentlich ganz gut, wie man es schafft, trotzdem ein einigerma\u00dfen normales Leben zu f\u00fchren. Meine Methode war, horizontale Reisemittel zu verwenden um die maximal m\u00f6gliche W\u00fchltiefe und die daraus resultierende Zerst\u00f6rung zu minimieren. Ich erwarte mir, dass das so am besten f\u00fcr mich ich.<\/li>\n<li><strong>&#8222;extremely durable&#8220; stand da. <\/strong>Ja! Als mein Alukoffer (schweinsteuer, hohes Leergewicht, sch\u00f6n, l\u00e4sst sich seitlich komplett \u00f6ffnen) in meinen Besitz \u00fcberging trat ich automatisch in eine Glaubensgemeinschaft ein, die vor allem predigt, dass unrobuste Gep\u00e4ckst\u00fccke bl\u00f6d sind. Insofern muss ich da besonderen Wert drauf legen.<\/li>\n<li><strong>Viele Sternchen bei Reviews.&nbsp;<\/strong>Was ganz Schlechtes hab ich mir da schon nicht ausgesucht, sagt das Internet. Bequemes Tragesystem, geringer \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck und man k\u00f6nnte damit auch coole Expeditionssachen machen. Mache ich ja sowieso bestimmt auch mal. Demn\u00e4chst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und die Dame im Outdoorladen, die mich nicht beraten wollte (ich fragte mehrmals, ehrlich) erz\u00e4hlte munter einer Abiturientin, dass 55 bis 65 Liter pinkes Nylon schon f\u00fcr ein Jahr Work and Travel in Australien reichen. Also nahm ich f\u00fcr meine drei Wochen dann lieber 75 Liter. (Auch wegen der Expeditionen sp\u00e4ter.) Denn wenn ich meinen Tagesrucksack da noch reinpacken kann, w\u00e4re das gut f\u00fcr mich. Ich hoffe man merkt, dass ich keine Ahnung von der Rucksackindustrie habe. Vermutlich reise ich demn\u00e4chst mit 35 Liter hellgr\u00fcnem Nylon zum S\u00fcdpol. Wer wei\u00df. Vielleicht bin ich aber auch zufrieden, weil it den 12kg, die Rucksacki vorhin wog &#8211; ohne Technik, die reist im Handgep\u00e4ck &#8211; kann ich eigentlich leben.<\/p>\n<p>Jedenfalls werden Rucksack und ich an unserem ersten Tag &#8211; falls das klappt &#8211; ankommen und anschlie\u00dfend mit dem Zug von Tokio in ein Kaff au\u00dferhalb von Nagoya reisen. So l\u00e4uft das n\u00e4mlich mit der Reiseplanung: Du gehst eine Woche davon aus, nach Nagoya zu fliegen, verguckst dich in irgendwas und dann willst du dahin, auch wenn du<em> nicht<\/em> nach Nagoya fliegst.<br \/>\nDa Nagoya nicht in meinen Zwei-Wochen-Zugfahren-Pass eingeplant war und mich die Extrawurstreise mehr gekostet h\u00e4tte, als die Differenz zum Drei-Wochen-Zugpass, habe ich jetzt diesen und bin zugtechnisch unbesiegbar.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Der <strong>Japan Rail Pass<\/strong> ist ein ein-, zwei- oder dreiw\u00f6chiges Touristen-Zugticket f\u00fcr praktisch alle unprivaten Z\u00fcge (und zum Beispiel Busse, die der Bahngesellschaft geh\u00f6ren) in Japan. &nbsp;So wie Interrail. (Glaube ich, M\u00e4dchen d\u00fcrfen kein Interrail sagt Mama immer.) Ausgenommen sind zwei Shinkansen-Expresslinien, auf die kann man aber verzichten, nachdem Shinkansenz\u00fcge mit ein paar mehr Stops erlaubt sind. Der Rail Pass begegnet einem eigentlich auf Seite 1 jeder Japanplanung: Meistens lohnt er sich schon f\u00fcr einen Roundtrip mit dem Shinkansen, beispielsweise zwischen Tokio und Osaka. Man muss sich vor der Reise eine Coupon kaufen, den man dann in Japan gegen Vorlage des Reisepasses mit Touristenvisum gegen den Pass eintauschen kann. Inzwischen kann man wohl auch teurer den Pass vor Ort kaufen.&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letztendlich bin ich jetzt mit meinem Dreiwochenticket relativ flexibel und mein Anreisezeitpunkt ist so unsicher, dass ich die ersten Tage nur wischi-waschi geplant habe und mal sehen, was das wird. Wenn man n\u00e4mlich aufs Land will, ist es besonders dumm, nur wischi-waschi zu planen, denn Busse fahren selten und nur etwa bis 19 Uhr. Oder fr\u00fcher. Ich wei\u00df das, ich war schonmal in einem Ort namens Futamichosho gefangen, weil ich zwei Steine angucken wollte und versehentlich mit dem letzten Bus gegen 17 Uhr anreiste. Ich habe dann doch \u00fcberlebt, mit sehr viel Laufen und Warten auf Z\u00fcge und in rekordverd\u00e4chtigen sieben Stunden. Die Steine habe ich letztens auf irgendwelchen &#8222;sch\u00f6nste Orte Japans&#8220;-Listen gesehen. Es hat sich bestimmt gelohnt aber bitte komme Sie rechtzeitig.<\/p>\n<blockquote class=\"instagram-media\" style=\"background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 658px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);\" data-instgrm-version=\"7\">\n<div style=\"padding: 8px;\">\n<div style=\"background: #F8F8F8; line-height: 0; margin-top: 40px; padding: 50% 0; text-align: center; width: 100%;\"><\/div>\n<p style=\"color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;\"><a style=\"color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;\" href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/b5q2aIw0V6\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein Beitrag geteilt von Nina J\u00e4ger (@aniella)<\/a> am <time style=\"font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;\" datetime=\"2013-07-18T08:45:48+00:00\">18. Jul 2013 um 1:45 Uhr<\/time><\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p><script async=\"\" defer=\"\" src=\"\/\/platform.instagram.com\/en_US\/embeds.js\"><\/script><\/p>\n<p>Okay, also ich hab dann lieber doch Busfahrpl\u00e4ne angeguckt. Japanische Busunternehmen stellen zum Gl\u00fcck manchmal auch Seiten auf Englisch zur Verf\u00fcgung, auf denen alles enthalten ist, au\u00dfer Informationen. Ich hab mich dann so durchgemogelt mit probieren und den ungef\u00e4hr f\u00fcnf Kanji, die ich kann. (Ortsnamen enthalten oft zum Gl\u00fcck unter anderem Anf\u00e4ngerkanji: Himmelsrichtungen, Berg\/Fluss\/Feld, Bahnhof.) Ich hoffe, ich mach da keinen Quatsch und Welcome to Jackass.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist wahrscheinlich, das ich morgen fliegen kann. Das w\u00e4re cool. Man darf sich aber erst sicher sein, wenn die Maschine abhebt und das ist ein relativ sp\u00e4ter Zeitpunkt, um Bescheid zu sagen. Aber ich habe fast gepackt und eine Bordkarte. 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