{"id":1734,"date":"2017-08-08T20:27:39","date_gmt":"2017-08-08T18:27:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=1734"},"modified":"2017-08-08T20:40:06","modified_gmt":"2017-08-08T18:40:06","slug":"ninas-reisetagebuch-teil-0-wow-voll-aufgeregt-freu","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=1734","title":{"rendered":"Nina&#8217;s Reisetagebuch Teil 0 &#8211; Wow! Voll aufgeregt!! *freu*"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, ich bin Nina <del>und ab jetzt blogge ich bestimmt wieder regelm\u00e4\u00dfig.<\/del>&nbsp;Ich m\u00f6chte hiermit ein vorerst befristetet Engagement vereinbaren und dann gucken wir einmal, was daraus wird.<\/p>\n<p>In knapp zwei Wochen reise ich wahrscheinlich (allein) nach Japan und da dachte ich mir, ich schreibe regelm\u00e4\u00dfig dar\u00fcber. &nbsp;Einerseits, um wieder eine Schreibeaufgabe zu haben, andererseits, weil pseudointeressante MeinAufenthaltImAusland2017diary4u.wordpress.com (Passwort: wei\u00dfwurstgoessushi123) Literatur mein Nemesis ist.<\/p>\n<ul>\n<li>Mir ist bewusst, dass ich eure selbsterkl\u00e4rte #wanderlust-Queen bin, und mehr gereist bin als die letzten neunundzwanzig Generationen eurer Familien zusammen. &#8222;Ich reise gerne!&#8220; ist das, was mich vom Rest der trostlosen Millenials abhebt und mein ultimativer Catchphrase. Bitte merken und Bescheid sagen, wenn ihn jemand unautorisiert verwendet hat.<\/li>\n<li>Ich bin f\u00e4hig, mein Erlebtes packend und emotional wiederzugeben. Kostprobe: &#8222;Wow, was f\u00fcr ein Tag!&#8220; und &#8222;Schwuppdiwupp war der Zug weg! Mist!&#8220;<\/li>\n<li>Ich z\u00f6gere nicht, aufzuzeigen, wo sich die einheimische Bev\u00f6lkerung fehlerhaft verh\u00e4lt und biete L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge an.<\/li>\n<li>Ich kann im Schlaf die besten Smoothiebowl-Venues zwischen Spitzbergen und Feuerland rezitieren, so dass es ein Kinderspiel wird, auch in L\u00e4ndern mit evolution\u00e4r vernachl\u00e4ssigten Nahrungsmitteln den Antioxidatien-Level optipropti zu halten! (email f\u00fcr Zusammenarbeit findet ihr in der Bio!)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nun, ernsthaft. Oft scrolle ich irgendwann nur durch die Bilder bei Auslandsblogs, und hab mich bisher vor der Herausforderung gedr\u00fcckt, es selbst so richtig zu versuchen. Zumindest hab ich keine Lust, mit meiner Reise anzugeben, und das ist glaube ich eine ganz gute Grundeinstellung. Man kann dann auch nur durch Bilder scrollen, versprochen. Das ist auch so ein Hauptding: Vielleicht mal Bilder schon am selben Abend sichten und nicht erst f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><b>Japan, mein guter alter Freund<\/b><\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"de\">Jeder braucht ein Eskapismus-Land.<\/p>\n<p>\u2014 Nina J\u00e4ger (@aniella) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/aniella\/status\/881937424838000640\">3. Juli 2017<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async=\"\" src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><br \/>\nMein Eskapismus-Land ist Japan. Glaube ich, ich hab ja auch noch nicht alle L\u00e4nder der Welt gesehen, aber Japan f\u00fchrt bisher die Liste der Eskapismus-L\u00e4nder an. Das ist so, weil ich Asien sehr mag, seit ich 2005 das erste Mal in Singapur war. Singapur verband Wet Markets und Moderne und Gr\u00fcnzeug. Leider hat Singapur dann so viele dubaiartige Sachen gebaut, und jetzt ist es kein Eskapismusland mehr, sondern der Vorhof eines Infinity-Pools. Japan braucht keine Infitity-Pools, in Japan wird gesittet nackig gebadet und \u00fcberhaupt ist dort alles so anders, dass es sich gen\u00fcgend weit weit weg anf\u00fchlt. Au\u00dferdem zelebriert es Nerdtum, das ist sehr angenehm. Auch, wenn alles nicht so uneingeschr\u00e4nkt positiv konnotiert ist, wie wir uns das gerne vorstellen: Wer Z\u00fcge toll findet, wird sich endlich verstanden f\u00fchlen. Davon kann man sich super anstecken lassen. (Japanische Z\u00fcge sind auch toll. Und sie sehen alle so verschieden aus und haben coole Namen). Au\u00dferdem ist die Natur sehr sch\u00f6n, das Essen lecker und die Menschen passen in der Regel zu meiner Definition von &#8222;angenehm&#8220;.<\/p>\n<p>Man kann sich zwar nicht darauf verlassen, dass jeder Englisch spricht, aber es gibt Speisekarten mit Bildern (oder Modellessen aus Plastik) und Trinkgeld existiert nicht. Ist das nicht sch\u00f6n? Manchmal wei\u00df ich zwar nicht, was ich esse, aber der Stresslevel ist so viel niedriger als sich von einer amerikanischen Fastfoodperson genervt anschreien zu lassen, weil einen beim ersten Besuch fiese Men\u00fcdetailr\u00fcckfragen auf dem falschen Fu\u00df erwischen.<\/p>\n<p>Menschen, die meine Autobiografie gelesen haben, wissen, dass ich bereits 2013 f\u00fcr einen Monat in Japan war. Damals habe ich mir einen Zugpass f\u00fcr eine Woche geholt, reise nach Miyajima und Kyoto und war anschlie\u00dfend drei Wochen in Tokio bei so einem Sprachkursding, bei dem man auch Ausfl\u00fcge machte und sowas. Es war sehr sch\u00f6n. (Davor habe ich zwei Semester einen Japanischkurs an der Uni besucht. Ich kann also flie\u00dfend nach einer Toilette fragen.) Dieses Mal wird es etwa zweieinhalb Wochen Zug, hoffentlich, und ein paar Tage Tokio. Ich w\u00fcrde gerne l\u00e4nger und ich w\u00e4re gerne im japanischen Herbst, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Und ich hatte nicht so viel terminliche Freiheit, wenn ich dort meine letzten Wochen studentisches Dasein auf den Kopf hauen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Jetzt ist das noch so: Ich fliege stand-by, also ich wei\u00df noch nicht genau, wann, von wo und wohin. Die Passagierzahlen schwanken auch viel st\u00e4rker, als ich dachte und ich versuche praktisch, mich jede Woche mit einem neuen Reiseroutenausgangspunkt anzufreunden. Letzte Woche war Frankfurt &#8211; Nagoya mein Realistischstes, diese Woche wieder M\u00fcnchen &#8211; Tokio. Von sieben Fl\u00fcgen an drei Tagen, die irgendwie gehen, ist der letzte ein ziemlich sicheres Ding, aber nur schaffbar mit einem anschlie\u00dfenden Inlandsflug und eigentlich will ich gem\u00fctlich am ersten Tag fliegen. Please include me in your prayers.<\/p>\n<p>(Der Flugzeugtechnisch interessanteste Flug, Frankfurt &#8211; Tokio mit der 747-800 ist leider ziemlich unwahrscheinlich. Es bleiben die 747-400 Frankfurt &#8211; Osaka, 340-300 nach Nagoya und 340-600 von M\u00fcnchen nach Tokio. Ja, ich weinte sehr, als ich sah, dass Frankfurt &#8211; Tokio seit kurzem nicht mehr mit A380 bedient wird. Insofern gibts jetzt da keine Pr\u00e4ferenzen.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, ich bin Nina und ab jetzt blogge ich bestimmt wieder regelm\u00e4\u00dfig.&nbsp;Ich m\u00f6chte hiermit ein vorerst befristetet Engagement vereinbaren und dann gucken wir einmal, was daraus wird. 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