{"id":1244,"date":"2012-02-11T02:28:31","date_gmt":"2012-02-11T00:28:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=1244"},"modified":"2012-02-12T02:57:10","modified_gmt":"2012-02-12T00:57:10","slug":"proto-und-spiele","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/?p=1244","title":{"rendered":"Proto und Spiele"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche war die b\u00f6seste des Semesters. Drei Abschlussarbeiten und eine Klausur, insgesamt im Wert von 18 ECTS-Punkten. (Das ist so viel wie eineinhalb Bachelorarbeiten.)<br \/>\nAbgesehen, dass ich die Klausur mit mehreren Energydrinks intus schrieb, von denen mir dann furchtbar schlecht wurde, hat alles ohne gr\u00f6\u00dfere Zwischenf\u00e4lle geklappt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1247 aligncenter\" title=\"pem_02\" src=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_02.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"417\" srcset=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_02.jpg 800w, http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_02-300x156.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das, was sich am wichtigsten anf\u00fchlte, war wohl die Abschlusspr\u00e4sentation vom &#8222;Praktikum Entwicklung von Mediensystemen&#8220;, aka &#8222;PEM&#8220;, aka <em>Vertiefendes Thema<\/em>, aka iOS-Programmierung.<br \/>\nGef\u00fchlt war das \u00fcberhaupt das erste Mal, dass ich mir eine Veranstaltung selbst aussuchen durfte. Es hei\u00dft zwar hier und da Wahlpflicht und Selbstbestimmung, tats\u00e4chlich habe ich eine Wahlpflichtveranstaltung hinter mir, in die ich ungewollt reingelost wurde und eine Pest-oder-Cholera-Quellenarbeit-Seminararbeit-Refarats-Sache. (Entschied mich f\u00fcr Cholera.) Nun gut. An anderen Unis und in anderen F\u00e4chern soll das besser sein. Eher so wie eben diese eine Veranstaltung hier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gab zwei Kurse, einen mit Android, der nach ungef\u00e4hr zweikommaf\u00fcnf Millisekunden voll war, und einen iOS-Kurs f\u00fcr Menschen, die Macs besitzen. Der Kurs wurde dann doch nicht ganz voll. Je vier Gruppen mit vier Menschen, ein Rahmenthema &#8222;Educational Games&#8220; und ein bisschen Einf\u00fchrung in die Entwicklungsumgebung und, in unserem Fall, Objective C.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war\u00a0schon toll. Das war das erste Mal, dass ich in der Uni etwas machte, was ich tats\u00e4chlich so verwenden w\u00fcrde. Bisher beschr\u00e4nkte sich alles auf Konsolendinge, die wir \u00fcberhaupt nur einmal zum Testen auf Unirechnern laufen lie\u00dfen. Das ist schon auch sch\u00f6n, aber halt nicht so lebensnah wie Dinge, die ich auf meinem Handy haben kann. Welches sich <em>immer<\/em> in der gr\u00fcnschraffierten Zone, die meine Arme erreichen k\u00f6nnen, aufh\u00e4lt. Au\u00dferdem kann ich damit in die Welt ziehen und wie bescheuert angeben und der allgemeine Mensch kann mit den Ergebnis was anfangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich arbeitete zusammen in einer Gruppe mit S., P. und I., die alle nichts haben, was man an dieser Stelle sch\u00f6n verlinken k\u00f6nnte. Wir sind seit dem ersten Semester privat n\u00e4her bekannt, zusammen gearbeitet hab ich bisher nur mit Superteamf\u00e4higkeitsorganisationsspezialeinheit-S. Auch ein Informatikm\u00e4dchen. Was gut war. Ansonsten waren da jetzt b\u00f6se \u00dcberraschungen. Manche M\u00e4nner und deren Ego manchmal, ey. <em>Ich hab da deinen Code mal umgeschrieben.<\/em>\u00a0<em>Jetzt passt das nicht mehr. Mach mal neu. <\/em>Anstrengend. Oder besser gesagt: gjzouizuzW\u03a9\u00b6[\u00a2\u00a1[C3POJ\u00a1\u201c\u201c\u00b6\u00a2\u00a2\u2020\u00a2[] &#8222;$%\/))==? Au\u00dferdem war ich der einzige intensive iPhone-Nutzer in meiner Gruppe. Es dauerte ein paar Wochen einen einfach zu ungewohnt anf\u00fchlenden Double Tab auszureden. Aber gut. Kriegsverletzungsnarben sind cool und wichtig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_03b.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1250 aligncenter\" title=\"pem_03b\" src=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_03b.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_03b.jpg 800w, http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_03b-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun zur App. Wir entschieden uns f\u00fcr ein Geografiequiz, dass wie eine Schatzsuche aufgebaut ist. Wir bastelten einen Working Titel zusammen und \u00e4nderten ihn dann nicht mehr. Wir entwickelten ein ganz unneues Konzept. Der Spieler reist in ein Land, muss dort fragen beantworten, bekommt einen Teil einer L\u00f6sung, wird ins das n\u00e4chste Land geschickt und so weiter. Dazu haben wir einen &#8222;Reisepass&#8220;, f\u00fcr den man Stempel\/Badges erh\u00e4lt, wenn man ein Land freispielt. (Au\u00dferdem soll man so die M\u00f6glichkeit haben, die Geografiefragen neu zu beantworten. Education und so.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst planten wir als Reiseroute Frankreich &#8211; Mexiko &#8211; Japan &#8211; Australien &#8211; Kanada ein, f\u00fcr den Prototyp implementierten wir zun\u00e4chst haupts\u00e4chlich die ersten beiden. Dazu ist zu sagen, dass wir s\u00e4mtlichen Input aus XML-Dateien auslesen, damit das Erweitern ganz einfach wird. \u00dcberhaupt haben wir bisher nur abgespeckte Dialoge und Fragen &#8211; was auch okay ist, schlie\u00dflich ist alles ein Prototyp und das Ergebnis musste in drei bis vier Minuten pr\u00e4sentierbar sein. Dazu &#8211; das war Anforderung des Praktikums &#8211; ungef\u00e4hr siebenhundert Usability-Tests mit Freiwilligen, die wir nicht einmal f\u00e4lschten. Man verdr\u00e4ngt ja, dass dieser f\u00fcr uns eigentlich recht nervige Kram doch ziemlich viel bringt und man recht viel daraus lernt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1248 aligncenter\" title=\"pem_01\" src=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_01.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"536\" srcset=\"http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_01.jpg 800w, http:\/\/www.nina-jaeger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/pem_01-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann ergab sich, dass ich den Gro\u00dfteil der Grafik des Spiels machte.<em> Ich<\/em>. Zuf\u00e4llig. Wie das immer so ist. Ich schmierte an Skizzen rum, irgendwer fand das gut und im n\u00e4chsten Schritt unterschrieb mit meinem eigenen Blut einen Knebelvertrag \u00fcber f\u00fcnfzig Jahre. Das war aber okay, f\u00fchlte sich alles fast wie Freizeit an. Und kam dann unfassbar gut an. Bei Mediengestaltungsleuten, Mitstudenten, Dozenten. Meine G\u00fcte. Mich irritierte das extrem, da ich mit meiner eigenen Arbeit sowieso meistens nicht zufrieden bin, mich st\u00f6ren \u00fcberall noch Dinge. Aber eventuell bin ich ein bisschen stolz, andere Leute mit meinen mittelm\u00e4\u00dfigen F\u00e4higkeiten positiv \u00fcberrascht zu haben. Yay.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und nun? Wir haben mal total verbindlich ausgemacht, nach den Klausuren erst mal weiter daran zu arbeiten. Zumindest die Version komplettieren. Die Uni hat uns bereits\u00a0<em>Unterst\u00fctzung<\/em> versprochen, mal gucken, was die darunter verstehen. Irgendwann, wenn es klappt: App Store. Ewiger Ruhm. Aber davor ist noch viel mehr zu tun, als man denkt. Jedenfalls ist dieses Appzeug super und auch was, woran ich in Zukunft gern weiter rumbasteln m\u00f6chte. Die Welt braucht bestimmt mehr unn\u00fctze Spiele. Und mein episches grafisches K\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier noch ein schlechtes Video mit Lautsprechertondings, in dem ich im Simulator irgendwie auf dem Prototypen rumklicke. Was man h\u00f6rt, ist selbst ge-Garage-Band-te Musik von S. Die ist in Echt auch mit weniger Chrrrrzrchrrzr.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/player.vimeo.com\/video\/36579498?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"800\" height=\"420\" frameborder=\"0\" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen><\/iframe><\/p>\n<p>Nicht vergessen: Das ist ein Prototyp. Da ist noch ganz viel Content provisorisch und unfertig. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche war die b\u00f6seste des Semesters. Drei Abschlussarbeiten und eine Klausur, insgesamt im Wert von 18 ECTS-Punkten. (Das ist so viel wie eineinhalb Bachelorarbeiten.) 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